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22-09-09

Künftig ganz großes Kino für Geesthacht

 


Leiter des kTS Ulrich Jacobi im Gespräch mit Architekt Heiner Huy vor einer Leinwandsimulation des neuen Kino 2. Foto: Gabriele Kasdorff

Imposante Neugestaltung des Eingangsbereiches des kTS. Foto: Simulation Architekt Heiner Huy

Geesthacht (gak) – Lange wurde darüber geredet, jetzt nimmt es endlich Formen an. Ulrich Jacobi, Leiter des kTS (kleines Theater Schillerstrasse) weist auf die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit eines abwechslungsreicheren Kinoprogramms für Geesthacht hin und sagt: »Das Kino 2 wird kein kleines Kino, sondern ein Saal mit ausschließlicher Nutzung als Kino mit rund 720 Vorstellungen im Jahr.«

Die Leinwand wird 5 mal 9 Meter messen; Kino 2 wird 111 Sitze und zusätzlich 3 Plätze für Rollstuhlfahrer bekommen. Durch den mittigen Eingang werden Rollstuhlfahrer künftig barrierefrei an ihren Platz gelangen.

Untergebracht in dem viergeschossigen Ärztehaus, wird es ebenfalls einen rollstuhlgerechten WC-Trakt geben. Ulrich Jacobi dazu: »Wir werden als Mieter des Kino 2 auftreten, mit dem Bau an sich haben wir nichts zu tun.«

Allerdings ist im Foyer des kTS eine umfangreiche Ausstellung des geplanten Baus ausgehängt. Der Architekt Heiner Huy betont die überaus angenehme Zusammenarbeit zwischen Behördenvertretern der Stadt und dem Bauherrn.

Weiter erläutert er: »Der Neubau wird auf der Kante des Bestandgebäudes gebaut werden. Der Theatereingang besonders hervorgehoben durch eine Verbindung zwischen alt und neu.« Die skulpturalen Formen des Daches schaffen ein eigenes architektonisches Kunstwerk, indem die Farben und Materialien des alten Gebäudes wunderbar im Neubau mit aufgenommen werden, ohne jedoch die Eigenständigkeit des Ärztehauses zu verleugnen.

Der Durchgang zum Eingang des Kino 2 wird mit modernsten Mitteln hell erleuchtet und der Fußweg wird als Achse wichtig, wenn der Bebauungsplan weiter entwickelt wird. Im Innern wird sich der Saal des Kino 2 deutlich von dem bisherigen Theatersaal unterscheiden. In diesem herrschen bislang Blautöne vor, im neuen wird mit warmen Tönen gearbeitet, angedacht sind beige und braune Farben. Es wird keine Schwarzwand an den Wänden geben, wie oft bei Kinosälen üblich, und auch die Technik unterhalb der Decke wird als gestalterisches Element sichtbar bleiben.

»Bislang musste das Kino 1 übers Jahr gesehen einen Monat pausieren, weil Theater gespielt wurde, das wird künftig nicht mehr der Fall sein«, ist Ulrich Jacobi erfreut. »Wir werden sieben Tage die Woche Kinovorführungen haben und beide Säle werde gleichermaßen aktuelle Programme spielen«, berichtet er.
Ab wann dies der Fall sein wird, ist noch nicht definitiv zu sagen. Der Abbruch geht gut voran und Architekt Heiner Huy sagt: »Wir rechnen mit einer zwölfmonatigen Bauzeit, der Rohbau wird relativ schnell hochgezogen sein, aber die Innenausbauten dauern entsprechend.«

Optimistisch zeigt sich der Leiter des kTS: »Möglicherweise können wir den neuen Saal bereits im Juni 2010 bespielen.« Bis dahin ist für die beteiligten Unternehmen, die fast ausschließlich aus Geesthacht und Umgebung kommen, noch viel Arbeit zu leisten. Unter dem Generalunternehmer Harms und Köster sind für die Haustechnik/Heizung Fa. Dubber, für Elektroarbeiten Fa. von Kampen und für den Bereich Sanitär Fa. Voigt zuständig.

Der Bauherr Dr. Kramer Grundstücksverwaltung schätzt die Kosten auf etwa zwei Millionen Euro. Ulrich Jacobi ist voller Vorfreude auf die neue Geesthachter Kinowelt und sich sicher: »Mit dem Kino 2 wird das kTS erst ein richtiges Lichtspielhaus und durch die Besucher wird es zusätzlich eine positive Belebung der Innenstadt geben.«



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