04-05-10
Die Nachtigall wird nicht gestört
Geesthacht (tba) – Auf der kürzlich stattgefundenen Ratsversammlung stellte Franko Stein vom Fachdienst Umwelt den Ratsmitgliedern ein schon lange in Erwägung gezogenes Projekt vor – 'ein Beach-Club für Geesthacht'. Angedacht ist, diesen auf einem derzeit brachliegenden Gelände neben dem Menzer-Werft-Platz zu bauen.
»Wir haben hier eine super Chance, mit relativ einfachen Mitteln eine Attraktion für unsere Bürger zu schaffen, die aber sicherlich auch Besucher aus Hamburg und Niedersachsen anziehen wird«, sagt Franko Stein während seiner Präsentation, »und dieses Projekt wird bestimmt auch die Attraktivität der Stadt Geesthacht erhöhen«. Der zu errichtende Beach Club soll über ein Beachvolley- und -handballfeld verfügen, Tischtennisplatten sollen aufgestellt werden und natürlich die Gastronomie, in Form eines Verkaufsstandes, integriert werden. Ein Interessent hierfür steht auch schon zur Verfügung. »Mit Sascha Franke als Betreiber der gastronomischen Einrichtung haben wir einen kompetenten und vielseitigen Partner gefunden«, sagt Franko Stein, »der nicht nur zwei eigene Betriebe leitet, sondern seine Fähigkeiten bei der Organisation des Elbuferfestes und diversen anderen Veranstaltungen unter Beweis gestellt hat«. Euphorisch zeigt sich dann auch Sascha Franke: »Das Gelände ist ideal für einen Beach Club geeignet, denn hier wird die Fläche zum Wasser geöffnet und somit maritimes Flair geschaffen. Das könnte eine ganz tolle Sache werden«. Seine Planungen gehen dann auch schon ins Detail. Neben dem Verkaufsstand möchte er Sitzmöglichkeiten, Liegestühle, Tische und Strandkörbe aufstellen. Die Kosten hierfür wird er selber tragen. »Wir möchten hier eine 'Chill-Zone' errichten«, sagt Sascha Franke, »die eine gediegene Atmosphäre vermittelt und Erholungscharakter hat, aber keine Partymeile mit allem möglichen Halligalli einrichten«. Weitere Kosten für Material in Höhe von etwa 17.000 Euro sowie geschätzte jährlich anfallende Unterhaltungskosten in Höhe von etwa 3.500 Euro muss dann allerdings die Stadt tragen. Diese Beträge beinhalten jedoch nicht die anfallenden Lohnkosten.« »Hier gibt es die Möglichkeit, diese Arbeiten durch unsere Azubis ausführen zu lassen«, sagt Stein, »und so könnten wir das dann intern verrechnen«.
Ob es den Beach Club nun wirklich geben wird, entscheidet die Ratsversammlung auf einer ihrer nächsten Sitzungen, und falls die Entscheidung positiv ausfällt, kann mit der Eröffnung im Sommer 2011 gerechnet werden. Am Ende der Sitzung herrschte aber schon in einem Punkt Einigkeit. Die Westspitze des Geländes wird in das Projekt nicht integriert werden. »Dort brüten und leben Nachtigallen«, so die Vorsitzende des Ausschusses für Planung und Umwelt, Petra Bolte von der Partei Die Grünen, »und die dürfen natürlich nicht gestört werden«.