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23-03-10

Geesthacht ist die sicherste Stadt im Kreis Herzogtum Lauenburg

 


Polizeichef Henry Holst und Leiter der Kriminalaußenstelle Geesthacht, Jürgen Alfke, erläutern die neueste Kriminalstatistik für Geesthacht. Foto: Gabriele Kasdorff

Geesthacht (gak) – Polizeichef Henry Holst und sein Kollege von der Kriminalpolizei, Jürgen Alfke, erläuterten Bürgermeister Volker Manow und dem Ordnungsamtsleiter Heiko Holler die Kriminalstatistik für Geesthacht. Gemessen an der Häufigkeitszahl (Straftaten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner dividiert durch die tatsächliche Zahl der Einwohner einer Stadt) ist Geesthacht, knapp vor Lauenburg, die sicherste Stadt im Kreis. »Dafür haben wir alle ein Jahr lang stark und heftig gearbeitet«, betonte Polizeihauptkommissar Holst.

2.627 Straftaten wurden in Geesthacht in 2009 begangen, 81 und somit drei Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt insgesamt bei 50,6 Prozent, bei dem Delikt Raub sogar bei 57 Prozent. Sowohl die Gewaltkriminalität (103/+27,2 Prozent) als auch die Straßenkriminalität (633/+23,2 Prozent) sind erheblich gestiegen. Es gab keinerlei Straftaten gegen das Leben und stark rückläufige Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (86/-62,6 Prozent). Diebstahlsdelikte nahmen um 115 auf 1.132 Taten zu, davon alleine 207 Fahrraddiebstähle, 26 Autodiebstähle und 56 Wohnungseinbrüche. »Dank hervorragender Ermittlungsarbeit konnten die Fahrraddiebstähle zu 40 Prozent geklärt werden«, erklärte Holst.

Jürgen Alfke: »Im Bereich des Betruges haben wir im Kreis eine Steigerung um 100 Prozent in den letzten zehn Jahren erfahren, der Waren- und Kreditbetrug im Internet stieg kreisweit in dieser Zeit sogar um 400 Prozent.« Die geänderten Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung werden die Aufklärungsarbeit der Polizei im Internetbetrug weiter erschweren.

Besorgniserregend sowohl für Henry Holst als auch für Jürgen Alfke ist die Jugendkriminalität. Um hier im Vorfeld tätig zu werden, wurde eine »Arbeitsgruppe Jugend« gebildet. »Die Mehrzahl der Straftaten wird durch wenige Jugendliche begangen«, berichtete Jürgen Alfke. Er bedauerte: »Das „vorrangige Jugendverfahren sollte eine Beschleunigung erfahren, das ist leider noch nicht der Fall, da Gericht und Staatsanwaltschaft noch dabei sind sich zu finden.« Holst ergänzte erklärend: »Die Maßregelung sollte auf dem Fuße erfolgen und nicht erst später, wenn die Jugendlichen alles vergessen haben.

Nur wenn die Maßregelung zeitnah geschähe, wäre auch eine Einsicht in die falschen Handlungen möglich.«

Schutz- und Kriminalpolizei werden weiterhin dafür sorgen, dass die Kriminalität in Geesthacht rückläufig bleibt und sich die Menschen in Geesthacht sicher fühlen dürfen, versicherten Henry Holst und Jürgen Alfke Bürgermeister Volker Manow.



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