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24-01-12

Betriebshof mit positivem Resümee

 


Ali Demirhan auf dem Dach des Betriebshofes mit der rentablen Photovoltaikanlage.Foto: Gabriele Kasdorff

Geesthacht (gak) – Wenn »grün« für umweltschonend und energiesparend steht, ist der Betriebshof an der Mercatorstraße ohne Zweifel ein »grüner« Betriebshof. Nach zweijährigem Betrieb der Photovoltaikanlage sind der Leiter des Betriebshofes, Frank-Thomas Meyer, und Ali Demirhan, Fraktionsvorsitzender der Grünen, überzeugt: »Aus energiepolitischer und ökonomischer Sicht war es seinerzeit richtig, die Anlage zu bauen. Nach etwa zehn Jahren wird sie sich nach heutigem Kenntnisstand amortisiert haben.« Mitte 2009 wurde gegen die Widerstände aus CDU und FDP eine der größten Photovoltaikanlagen Schleswig-Holsteins auf den Dächern des Betriebshofes in Betrieb genommen. CDU und FDP wollten lediglich eine Versuchsanlage mit 360 Quadratmetern, jedoch SPD, Linke und Grüne setzten sich mit einer 1.300 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage durch. Die Erstellungskosten betrugen 750.000 Euro. Dank des Antrages bereits im September 2008, konnte die Stadt sich eine zwanzigjährige garantierte Einspeisungsvergütung sichern, die erheblich über den aktuellen Vergütungen liegt. Ali Demirhan erläutert: »Seinerzeit haben wir angenommen, dass wir innerhalb von 20 Jahren etwa 1.192.000 Euro einnehmen. Nach dem Rumpfjahr 2009 und den Jahren 2010 und 2011 gehen wir von etwa 1,4 Millionen Euro aus.« Betriebshofsleiter Meyer bestätigt: »Unsere Erwartungen sind bei weitem übertroffen, wir nehmen etwa 70.000 Euro pro Jahr an Einspeisevergütung ein, die erforderlichen 5.000 Euro für Wartung und Versicherung sind in der Rechnung bereits berücksichtigt.« Zum besseren Verständnis: Die Gesamtanlage ist mit 151,12 kWp (Kilowatt-Peak = Spitzenleistung) ausgelegt. Der kWp-Wert beschreibt die optimale Leistung unter bestimmten ortsabhängigen Werten für die Temperatur der Module und die Sonneneinstrahlung. Eine 1 kWp-Anlage in Deutschland produziert jährlich etwa 800 Kilowattstunden (kWh) Strom. Die Anlage auf dem Betriebshof produzierte im Rumpfjahr 2009 88.751 kWh, in 2010 137.474 kWh und in 2011 144.597 kWh. Die Ist-Leistung ist somit um 14 Prozent höher als die SollLeistung der Anlage mit angenommen 124.674 kWh. Ali Demirhan betont: »Die ökonomische Begründung war für uns nicht so entscheidend, wir wollten regenerative Energien. Der neu gegründete Energieausschuss sollte in der Stadt Geesthacht neue Anlagen fördern und fordern.« Der zweite »grüne« Aspekt auf dem Betriebshof ist die Holzhackschnitzelanlage. Frank-Thomas Meyer berichtet: »Wir haben eine 185 kW-Heizanlage, die mit dem Material aus dem Ausschnitt der Knicks und sonstigen Grünschnittabfällen betrieben wird. Dadurch sparen wir etwa 50.000 Euro Gaskosten, bereits unter Berücksichtigung von 8.000 bis 10.000 Euro Unterhaltskosten der Anlage.« Ökologische und ökonomische Betrachtungen schließen sich also nicht aus, sondern ergänzen sich in vorbildlicher Weise auf dem »grünen« Betriebshof unserer Stadt.



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