06-04-10
Stärkung der Rechtsstellung von Kindern zur Verbesserung ihrer Lebenssituation
Kampagne der Arbeiterwohlfahrt trägt erste Früchte
Lauenburg (ud) – Der Lauenburger Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit seinem couragierten ersten Vorsitzenden Uwe Frensel, hat die Kampagne gegen Kinderarmut, die im vergangenen Jahr in die Volksinitiative zur Änderung der Landesverfassung hinsichtlich der Kinder- und Jugendrechte mündete, massiv unterstützt.
Heinz Welbers, der erste Vorsitzende des Landesverbandes der AWO Schleswig-Holstein, berichtete auf der Jahreshauptversammlung der Lauenburger AWO über den aktuellen Stand. Vor Kurzem hat der Schleswig-Holsteinische Landtag sich in erster Lesung mit dem von der AWO vorgelegten Gesetzesentwurf zur Reform der Landesverfassung befasst. Er wertete die Zustimmung aller Fraktionen, als einen Erfolg der politischen Kampagne der AWO. Einstimmig habe der Landtag die Zulässigkeit des Gesetzentwurfes beschlossen und den Weg für die weiteren parlamentarischen Beratungen in den Ausschüssen freigemacht. Damit sei die erste Hürde in Richtung der benötigten Zweidrittelmehrheit genommen.
Der Kreisvorsitzende der AWO, Peter Perthun, hob ebenfalls die Aktivitäten des Ortsvereins hervor. Lauenburg stehe immer an oberster Stelle, wenn es darum geht, den Finger in offene Wunden zu legen. Dafür sei die Kinderarmutskampagne und die Volksinitiative »Kinderrechte stärken – Armut verhindern«, das beste Beispiel. Mit der Umsetzung der Bildung eines Netzwerkes sei es sogar gelungen, die Ausrichtung der Armutskonferenz am 28. Mai in die Heinrich-Osterwold-Halle nach Lauenburg zu holen. Die Konferenz wird von der Europäischen Gemeinschaft und dem Bundesfamilienministerium gefördert.
Die engagierte Arbeit der AWO in Lauenburg begeisterte viele und brachte dem Ortsverein 28 neue Mitglieder. Zusammen mit dem Jugendwerk hat die AWO jetzt 328 Mitstreiter, berichtete Uwe Frensel. Insgesamt haben an den 30 Veranstaltungen in 2009 und den regelmäßigen Angeboten im Haus der Begegnung 7.240 Menschen teilgenommen. 18.250 Essensportionen wurden an jedem Tag des vergangenen Jahres ausgeliefert. Die beliebten Badefahrten ins Thermalband nach Bad Bevensen wurden von 180 Wasserfans genutzt. Für die Renovierung im Haus der Begegnung mussten 14.000 Euro investiert werden.
Das Haus steht nicht mehr für private Veranstaltungen von Nichtmitgliedern zur Verfügung, bedauerte Frensel. Hohe Renovierungskosten könne sich der Ortsverband nicht alle paar Jahre leisten. Im Rahmen der Mitgliederversammlung hatte Uwe Frensel die schöne Aufgabe, zahlreiche Mitglieder aus der großen AWO-Familie für ihre langjährige, zehn-, 20- und 30-jährige Treue zu ehren.