23-03-10
Elly Seide ausgezeichnet
Lauenburg (ud) – Der Vorsitzende vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband, Dieter Dreyer, hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Ehrung einer verdienten Mitarbeiterin in den DRK Ortsverband Lauenburg zu kommen.
Die Auszeichnung mit der Ehrennadel des Landesverbandes für vorbildliche, ehrenamtliche Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz in Schleswig-Holstein und den Einsatz im Dienst der Mitmenschlichkeit, sei etwas ganz Besonderes und kommt nur selten vor, so Dreyer. Es sei ihm eine hohe Ehre, Elly Seide, als verdiente Mitarbeiterin des DRK mit der höchsten Auszeichnung die das DRK zu vergeben hat, ehren zu dürfen. Elly Seide hat ihr Leben ganz der ehrenamtlichen Hilfe an ihren Mitmenschen gewidmet. 1925 wurde sie in einem kleinen Dorf in Pommern geboren und erlebte ihre Kindheit in einer großen Bauernfamilie mit zwölf Geschwistern. 1946 wurde die Familie von Haus und Hof vertrieben und strandete in Lauenburg. Elly Seide, die selber kinderlos geblieben ist, habe sich besonders um ihre Familie und die vielen Neffen und Nichten gekümmert, resümierte der Ortsvereinsvorsitzende, Dieter Wollenberg. Durch ihren Ehemann Gerhard Seide, der von 1938 bis zu seinem Tod 1986 aktiv im DRK tätig war, erlebte sie das DRK und wurde am 18. Juli 1966 selber Mitglied. Sie arbeitete als Bereitschaftsführerin, Zugführerin und in der Ausbildung. 19 Jahre stand sie der Behindertengruppe des Ortsvereins vor. Im Kreis und Landesverband war sie stellvertretende Kreisbereitschaftsführerin, Leiterin der Breitenausbildung und Ausbilderin der Verpflegungsgruppe. Sie war bei Einsätzen mit Hilfstransporten in Polen, beim Kirchentag in Hamburg und in Rostock dabei.
Außerhalb des DRK arbeitete Elly Seide als Vertretungskraft in der Gemeindepflegestation der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und im Kernkraftwerk Krümmel. Seit zehn Jahren ist sie die ehrenamtliche Vorsitzende der Pommerschen Landsmannschaft. 1985 wurde ihr die Verdienstmedaille des DRK und 1994 der Rufer der Stadt Lauenburg verliehen.
Es sei zum Anfang nicht immer leicht gewesen, sich gegen die Querelen und die bestehende Hierarchie im Ortsverein durchzusetzen, erzählte Elly Seide. Sie habe es aber mit Ruhe und Besonnenheit geschafft, sich durchzusetzen und sei im ganzen Kreis zu Hause gewesen, bestätigte Dieter Wollenberg.
Elly Seides Schlusswort, bevor sie ihre Gäste zum kalten Büfett bat: »Wenn man so viele Jahre dabei war, weiß man, was man getan hat.«