11-01-10
Willkommen in der Albinus-Gemeinschaftsschule: Diplom-Sozialpädagogin Gudrun Hofmann
Lauenburg (gak) – Selbstbewusst und kompetent tritt die diplomierte Sozialpädagogin Gudrun Hofmann auf, die seit dem 1. Januar in der Albinus-Gemeinschaftsschule als Schulsozialarbeiterin arbeitet. Bürgermeister Harald Heuer berichtete: »Wir waren sofort davon überzeugt, dass Gudrun Hofmann genau die richtige für diese Aufgabe ist.« Die Sozialpädagogin ist festangestellt bei der Stadt Lauenburg. Harald Heuer bemerkte, dass die Einstellung wegen des Erziehungsauftrages eigentlich Ländersache gewesen wäre.
Gudrun Hofmann betonte: »Mir sind die Problematiken und Anforderungen an einer Gesamtschule gut bekannt, aus meinen vorherigen sozialpädagogischen Aufgaben.« Die 43-Jährige Lüneburgerin arbeitete sechzehn Jahre als Sozialarbeiterin, davon die vergangenen vier Jahre als Schulsozialarbeiterin an einer Hauptschule im Landkreis Harburg. Die verheiratete Mutter einer sechzehnjährigen Tochter sagte mit einem Schmunzeln: »Pubertäre Problematiken sind mir daher auch bestens bekannt.« Schulleiter Heinz Hoffmann bedauerte: »Manche Kinder sind nicht sozialisiert, wenn sie zu uns kommen. Da beginnt die Arbeit der Schulsozialarbeiterin.« Die Sozialpädagogin dazu: »Erziehung hat sich verändert, Werte werden im Elternhaus oftmals nicht mehr vermittelt.«
»Kinder aus bildungsfernen Familien müssen oft 'nacherzogen' werden«, sagte Angela Bohne, die als Leiterin des Förderzentrums die Aufgaben von Gudrun Hofmann bislang teilweise wahrgenommen hat. Von den rund 700 Schüler treten Verhaltensstörungen wie Schulverweigerung, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Unterrichtsstörungen, Gewalt gegen Schüler und Lehrer sowie Mobbing nur bei etwa 30 Schülern auf. Diese wieder in einen normalen Schulbetrieb zu integrieren und damit Störungen der anderen Schüler sowie des Schulbetriebes zu verhindern, ist die Aufgabe von Gudrun Hofmann. Sie wird über den normalen Schulbetrieb hinaus als Ansprechpartnerin für Schüler, Lehrer und Eltern zur Verfügung stehen. »Auch Hausbesuche sind möglich, ich bin in meiner Zeiteinteilung sehr flexibel«, freute sie sich sichtlich auf das breitgefächerte Aufgabenfeld.
Präventiv zu arbeiten und eine enge Vernetzung mit den ortsansässigen Vereinen und Organisationen, wie das ToM, das Jugendzentrum und den Ortsjugendring sind ihr ein Anliegen. Eine sinnvolle Freizeitgestaltung, deren vielfältige Möglichkeiten in Lauenburg oftmals Schüler und Eltern nicht kennen, verhindert Verhaltensauffälligkeiten. »Schön, dass sie da ist«, lächelte Schulleiter Heinz Hoffmann.
Gemeinsam mit dem gesamten Kollegium erwarten sie künftig eine verstärkte Hinwendung zum eigentlichen Bildungsauftrag, dank der Unterstützung von Gudrun Hofmann.