19-09-11
Delegierte einstimmig für Olaf Schulze
Dassendorf (no) – Nachdem der SPD-Kreisvorsitzende Peter Eichstädt es einen Tag zuvor vorgemacht hatte bei seiner Wahlkreiskonferenz in Mölln, erreichte auch der Geesthachter SPD-Chef Olaf Schulze eine einstimmige Wahl zum SPD-Kandidaten. Mit diesem eindeutigen Votum als Vertrauensbeweis der Genossen möchte der gebürtige Dassendorfer zum dritten Mal in den Kieler Landtag einziehen im neuen Wahlkreis 35.
In seiner Bewerbungsrede als einziger Kandidat zeigte sich Olaf Schulze vor den 30 Delegierten (von 39 Abgesandten aus zwölf SPD-Ortsvereinen, von denen nur Wohltorf nicht vertreten war) im Dassendorfer Multifunktionssaal siegessicher für die kommende Legislaturperiode, die seine erste fünfjährige Amtszeit werden soll. Nachdem er 2005 zum ersten Mal im Landtag Platz nahm und gleich in seiner ersten Sitzung die Nichtwahl von Heide Simonis zur Ministerpräsidentin erlebte, kam 2009 das vorzeitige Ende der großen Koalition.
Seine zweite Landtagsperiode beendet Schulze nach nur drei Jahren mit der Wahl am 6. Mai 2012, nachdem das Verfassungsgericht eine Neuwahl bis September 2012 anordnete. In den vergangenen Jahren profilierte sich der 44-jährige bekennende Italienfan als Vorsitzender des Arbeitskreises Energie, Reaktorsicherheit, Landesplanung und Infrastruktur sowie als energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Außerdem hat Olaf Schulze im Finanzausschuss Einblick in die Landesfinanzmittel. »Wir können und werden den Wechsel im kommenden Jahr schaffen«, betonte Olaf Schulze, der neue Politikperspektiven mit dem SPD-Spitzenkandidaten Torsten Albig sieht.
»Ich habe seit 2005 versucht, nur zu versprechen, was ich auch halten kann«, erklärt Schulze seinen Politikstil, mit dem er der Politikverdrossenheit entgegenwirken will. »Das war manchem zu wenig, aber ich muss die Dinge auch in der Fraktion durchbekommen.« Seit 2009 ist Schulze im Kieler SPD-Fraktionsvorstand und begrüßt die unerwartete energiepolitische Wende der Landesregierung: »Das ist ja zu begrüßen, aber wir haben schon seit Jahren das Aus der Atomkraftwerke gefordert.« Für die SPD passe Ökologie und Ökonomie gut zusammen: »Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze und es ist damit auch Geld zu verdienen.«
Für Schulze ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit die Metropolregion um und mit Hamburg, denn »wir brauchen uns gegenseitig«, sowohl beim Gastschulabkommen als auch beim öffentlichen Nahverkehr.
»Nachhaltige Politik können nur wir Sozialdemokraten«, rief Schulze seinen Genossen zu, bevor sie ihn in geheimer Wahl einstimmig und ohne weitere Nachfragen in den Wahlkampf 2012 schickten.
Der neu geschnittene Wahlkreis 35 Lauenburg – Süd, für den Olaf Schulze kandidiert, umschließt die Ämter Hohe Elbgeest, Lütau und Schwarzenbek-Land sowie die Städte Geesthacht, Lauenburg und Schwarzenbek.