01-08-08
Nicht gerade warm
Mölln (ik) – Schon das zweite Jahr in Folge musste die von MSV und DLRG Mölln ausgerichtete Freiwasserveranstaltung am letzten Wochenende bei hierfür viel zu niedrigen Temperaturen stattfinden. Jedoch ließen sich die Organisatoren davon nicht beeindrucken und auch die Teilnehmer/innen hatten sich auf die kühlen Temperaturen eingestellt, zumal die Barmer Ersatzkasse für Aquarunner einen Stempel im Gesundheitspass anerkannte und auch die Möllner Bäckereien Brüggemann, von Allwöhrden und Eggers mit frischem Kuchen für das leibliche Wohl gesorgt hatten.
Insgesamt meldeten sich 102 Teilnehmer, die sich in das 18 Grad kalte Wasser trauten. Und sogar Rekorde gab es zu vermelden. Der SHSV hatte einhundert Euro für die Anschaffung von Aqua-Fitness-Gerät versprochen für die Gruppe, die die meisten Teilnehmer stellte. Davon wussten die Erste Herren der MSV zwar nichts, aber die Verbandsligisten sagten sich, dass sie sich für ihr um 17 Uhr anstehendes Trainingsspiel einmal anders vorbereiten wollten, mit dem Ergebnis, dass die 14 Jungs auch noch diese Trophäe einheimsten. Ihr anschließendes Spiel gewannen sie dann natürlich auch. Insgesamt nahmen am Aquarunning erstmals 35 Damen und Herren teil, darunter Christa Schampatis (Jahrgang 1936) von der DLRG Faßberg und meisterte als älteste Runnerin die 800 Meter mit Bravour. Zeitgleich fanden auch die Deutschen Freiwassermeisterschaften statt, so- dass dadurch in Mölln einige Teilnehmer weniger antraten. Die 500-Meter- Distanz bei den Damen entschied die MSVerin Marissa Dannenberg in 9:03 Minuten für sich. Um die Plätze zwei und drei gab es anschließend ein starkes Finish mit dem glücklicheren Ende für Hannah Kownatzki, Jahrgang 97, TrieSport Lübeck, die eine Sekunde vor Kaja Schröder, Möllner SV in 9:47 Minuten die Ziellinie passierte. Die Plätze vier und fünf gingen an Anja Koop und Sarah Zabel, (DLRG Ratzeburg), gefolgt von den jüngsten Möllner Schwimmkindern Lotta Steinmann (Jahrgang 99) und Nelly Rühe (Jahrgang 98). Hier war auch die älteste Dame, Renate Johannsen aus Mölln vertreten, die für diese Strecke 17:22 Minuten benötigte. Bei den Herren siegte über diese Strecke Daniel Bartels vom SwimTeam Elmshorn in 8:05 Minuten vor Torsten Holtz vom HSC Greifswald und Ekkehard Oehme von TriSport Lübeck. Aus dem Kreisgebiet gingen die Plätze fünf an Leif Best (DLRG Ratzeburg) und sechs an Jörg Marienberg (TG Mölln). Dahinter folgten dann Timm Lass (MSV) Michael Koop (DLRG Ratzeburg), Leon Sojak und Marius Lass (MSV). Auf der anschließenden 800-Meter-Strecke siegten überlegen die Geschwister Krüger aus Mölln (MSV und DLRG). Julius Krüger sicherte sich den Pokal der Herren in 11:33 Minuten, Janne Krüger kam hinter ihrem Bruder in 12:30 Minuten ins Ziel. Danach schlug die erst Elfjährige Isabelle Skambath (SG Lübeck), in 16:50 Minuten als zweite an. Bei den Herren belegte Platz Zwei Torsten Holz (HSC Greifswald) in 13:42 Minuten vor Ekkehard Oehme (TriSport Lübeck). Hier startete auch mit Hans Ahrholdt (MSV) der älteste Teilnehmer und benötigte für die Strecke 20:19 Minuten. Wie schon in den Vorjahren, war der Höhepunkt der Veranstaltung die 2.000-Meter-Strecke durch Schul- und Stadtsee. Bei den Männern hatten sich dafür 21 Teilnehmer angemeldet. Malte Skambath, dominierte bei den Herren, gefolgt auf Platz zwei von Daniel Bartels (SwimTeam) in 29:03 Minuten und Nico Holtz (TriSport Lübeck). Bester Möllner auf Platz fünf wurde Dirk Engel. Bei den Damen hatte sich die Langstreckenspezialistin Clara Thiede (Jg. 95) angemeldet, die gerade vom MSV nach Berlin wechselte und den Sieg für sich verzeichnete. Dann kamen Lena Mareike Schlie und Marissa Dannenberg (beide MSV) ins Ziel. Zuvor waren bereits die Flossenschwimmer gestartet. Hier holte sich den Sieg Thomas Ebelt (MSV) vor Ernst Welge von der Bundespolizei Ratzeburg und Dietrich Köcher aus Güster. Bei den Damen gewann Sandra Lütje von Sepia aus Norderstedt. Das abschließende Rettungsbrettzeitfahren über 500 Meter beendeten siegreich Stefan Lossau und Lena Mareike Schlie.