15-01-10
Mit Beethoven ins neue Jahr
Wohltorf war zum Jahresanfang weiß verschneit, die Sonne strahlte vom Himmel. Vielleicht war das schöne Wetter der Grund für die geringe Gästezahl beim Neujahrsempfang der Gemeinde, wahrscheinlich auch die Tatsache, dass viele Bürger über die Feiertage verreist waren. Bürgermeister Rolf Birkner hatte deutlich weniger Hände zu schütteln als sonst.
Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Nach einer musikalischen Einstimmung mit Beethoven, gespielt vom 20-jährigen Musikstudenten Nils Basters aus Ohe, hielt Birkner Rückschau auf das vergangene Jahr und einen Ausblick auf 2010. Birkner nahm seine Kritik vom vergangenen Jahr bezüglich der Ämterfusion erneut auf. Besonders in Bezug auf die Stärkung des Ehrenamtes habe sich nichts verändert. Für die Gemeindevertreter sei die Arbeit in vieler Hinsicht komplizierter und zeitaufwändiger geworden. Positiv verlaufe dagegen die Zusammenarbeit mit dem Bauamt, das seinen Sitz in Aumühle hat. Auch die Zusammenarbeit der Bauhöfe der Gemeinden Aumühle und Wohltorf laufe sehr gut, so der Bürgermeister.
Die Wirtschaftskrise macht auch vor den Sachsenwaldgemeinden nicht halt. Der Haushalt 2009 konnte zwar durch Rücklagen ausgeglichen werden, bis zum Jahr 2012 sei aber mit erheblichen Einnahmerückgängen zu rechen, so Birkner. Er wagte einen vorsichtigen Blick auf geplante Projekte im Jahr 2010. Zum einen stehe das energetische Konzept für die Schule an, außerdem muss die Gemeinde dringend für weitere Krippenplätze sorgen. »All das hängt aber von der Entwicklung der wirtschaftlichen Lage ab«, so der Bürgermeister.
Im vergangenen Jahr gab es mehrere Jubiläen zu feiern: Das 90-jährige Bestehen der Schützengilde, die 50-Jahr-Feier der Grundschule und für die Gemeindevertreterin Susanne Itzerott mehr als drei Jahrzehnte aktiver Arbeit. Einer Wohltorferin dankte Rolf Birkner im Namen der gesamten Gemeinde besonders: Helga Valentiner-Branth erhielt im November das Bundesverdienstkreuz und wurde damit bereits zum zweiten Mal für ihr außergewöhnliches Engagement geehrt.